Das Vehnemoor – ein Jahresrückblick 2009
Auch im Jahr 2009 konnte man interessante Entdeckungen im Vehnemoor machen. Es sind neue Vogelarten dazu gekommen und auf den Renaturierungsflächen lässt sich das Vordringen der moortypischen Vegetation gut beobachten. Die Natur erobert sich das Vehnemoor zurück. Ihre Eindrücke und Erlebnisse schildern, die Mitglieder der Interessengemeinschaft zur Rettung des Vehnemoores Mathias Wolterink und Hergen Erhardt. Illustriert wird der Bericht durch eindrucksvolle Fotos von Mathias Wolterink.
Im vergangenen Jahr 2009 konnten 77 verschiedene Vogelarten im Vehnemoor gezählt werden. Eine kleine Auswahl können Sie hier bestaunen. Zum Vergrößern der Bilder bitte einfach das Bild anklicken.
Auf demnächsten Foto ist gut zu erkennen, wie sich Wollgras und Torfmoos (grüne Flecken) nach wenigen Jahren ausbreiten und die Fläche wieder besiedeln. Hier setzt die Regeneration der moortypischen Vegetation ein.
Die renaturierten Flächen im Vehnemoor entwickeln sich von braunen Torfflächen relativ schnell zu dichten Wollgrasbeständen. Die Samen der ersten Wollgrasinseln werden durch den Wind über weite Flächen verbreitet. Hier entsteht dann der Eindruck einer schneebedeckten Ebene.
So schön diese Entwicklungen auch sind, es gibt auch schlechte Nachrichten. Leider gibt es wie auf dem nächsten Foto zu sehen ist, keine Pufferzonen zwischen dem Naturschutzgebiet Vehnemoor und den landwirtschaftlich genutzten Flächen. In absehbarer Zeit werden Wiesenvögel verschwinden. Ein Rückgang war schon 2009 zu verzeichnen. Das Naturschutzgebiet Vehnemoor wird ein Paradies in einer von Maisanbau dominierten Landschaft sein.
Das folgende Bild Seite zeigt eine der letzten extensiv genutzten Flächen am Vehnemoor. Diese Fläche beherbergt Wachtel, Feldlerchen (die letzten in der Gemeinde Edewecht) und Wiesenpieper. Auch die Kornweihe hat hier ihr Jagdrevier.
Diese Bilder geben einen Einblick in ein Stück Natur, das zwar direkt vor unserer Haustür liegt, aber ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Für viele, meist junge Leute ist das Vehnemoor völlig unbekannt. Während der Exkursionen in das Vehnemoor kann man immer wieder feststellen, dass es im Moor etwas windiger, nebliger und kälter ist. So waren es an einem Morgen am Rand des Vehnemoores nur minus 3 Grad, während die Temperatur im Zentrum bereits minus 9 Grad betrug.
Zum Schluss noch ein Eindruck von einer bereits renaturierten Fläche im Vehnemoor. Die Natur hat sich die ehemals abgetorfte Fläche zurückgeholt. Es wird noch viel Zeit vergehen , bis wir von einem lebenden Hochmoor sprechen können. Aber allein die Beobachtung der Entwicklung lohnt sich. Wir werden auch künftig hier regelmäßig über die Entwicklung des Vehnemoores berichten.